Die Stromerzeugung durch Windkraftanlagen soll dabei helfen, die CO2-Emmisionen zu reduzieren. Auf diese Weise soll die Erderwärmung verlangsamt werden und negative klimatische Effekte abgemildert werden. Im Rahmen der Wetterberichterstattung wird im Zusammenhang mit längeren Trocken- oder Feuchteperioden des Öfteren die Erklärung geliefert, dass die Erderwärmung den Jet-Stream abschwächt und sich dadurch Wetterlagen länger an einem Ort halten, also bildlich gesprochen die Wolken nicht so schnell, wie vor der Erderwärmung weitergeblasen werden. Diese Erklärung erscheint durchaus plausibel und soll auch gar nicht in Frage gestellt werden.
Was aber, wenn nun die Windkraftanlagen selbst auch einen Beitrag zur Entstehung dieser Wetterextreme leisten und damit genau die negativen klimatischen Effekte verstärken, vor denen ihre Errichtung uns eigentlich schützen soll? Wie kann das sein?
Zunächst einmal bremsen Windkraftanlagen ganz unzweifelhaft den Wind ab. Sie entnehmen dem Wind die Energie, die sie entsprechend ihres Wirkungsgrades in elektrischen Strom umwandeln. Die Gesamtleistung der Bremswirkung für Deutschland kann man daher relativ einfach aus der aus Windenergie gewonnenen Strommenge ableiten. An windstarken Tagen kann schon jetzt der komplette Strombedarf Deutschlands aus Wind gewonnen werden. Die Reduktion der Windgeschwindigkeit ist entsprechend hoch.
Das Prinzip: Windräder stehlen dem Wetter die Energie
Nun ist es nicht so, dass Windkraftanlagen den Wind aufbrauchen würden. Der Wind entsteht durch Durchausgleich zwischen Hochdruck und Tiefdruckgebieten und dieser Druckausgleich findet auch mit Windkraftanlagen statt, nur eben gebremst. Der Wind weht also, nur weniger stark.
Die physikalischen Zusammenhänge wurden bereits 2016 durch eine Arbeit von Miller und Keidon vom Max-Planck-Institut Jena dargestellt und durch Peer-Review vom renommierten Massachusetts Institute of Technology verifiziert.
Windkraftanlagen sind künstliche Wettermacher
Die Riesenrotoren stellen das Mikroklima auf den Kopf. Ein Windrad bremst den Wind nicht nur direkt an seinen Flügeln. Die Bremszone hinter dem Windrad breitet sich wie ein riesiger unsichtbarer Trichter aus – hunderte Meter in die Breite und in die Höhe. Das stört das lokale Klima auf zwei Arten:
1) Die Bremse in der Höhe: Die künstlichen Luftwirbel reichen bis hinauf in die Wolkenzone und bremsen auch die dortigen, schnellen Luftströmungen aus. Das natürliche Gleichgewicht zwischen dem windstillen Boden und den schnellen Winden in der Höhe wird zerstört.
2) Die Heizung in der Nacht: Normalerweise kühlt der Boden nachts ab, und es bildet sich feuchter Tau, der die Landschaft kühlt. Durch die riesigen Rotoren wird jedoch nachts warme Luft aus der Höhe nach unten gewirbelt. Diese warme Luft vertreibt die kühle, feuchte Bodenluft. Die natürliche „Klimaanlage“ der Erde – die Verdunstungskälte – entfällt, und die Landschaft trocknet noch schneller aus.
Die physikalischen Herleitungen diese Phänomene und weitere Detailinformationen können der
Stellungnahme zur Anhörung Klima & Energie PA25 im Bundestag am 05.06.2024 von Dipl.-Phys. Dieter Böhme entnommen werden.
Er führt zudem aus, dass durch den Entzug kinetischer Energie der dynamische Druck in der Atmosphäre gesenkt wird, was zum Abregnen der Wolken führt und Trockenheit im Binnenland verursacht. Bereits jetzt wird nach seinen Berechnungen der Atmosphäre über Deutschland eine Energie entzogen, die dem Äquivalent von 7.900 Hiroshima-Bomben entspricht. Florida verbietet entsprechend mit einem neuen Gesetz Offshore Windparks vor seinen Küsten.
Aber kann der Effekt wirklich so stark sein? Immerhin ist neben den Windkraftanlagen noch genug Platz, wo der Wind ungestört wehen kann. In Ergänzung zu den physikalischen Betrachtungen von Herrn Böhme kann man diese Frage auch vereinfacht durch eine Überschlagsrechnung beantworten. Der Wind kommt meist von Westen. Deutschland durchmisst von Norden nach Süden ca. 800 km. Man kann sich nun alle 800 Meter ein Windrad vorstellen. Bei einem Rotordurchmessen von angenommenen 100-150 Metern wird ein erheblicher Teil der 800 Meter abgedeckt, zumal die Bremswirkung durch Luftverwirbelung nicht auf den Bereich des Rotors beschränkt bleibt, sondern darüber hinaus Wirkung zeigt. Stellt man also, wie in der Abbildung skizziert, an einer gedachten Linie von Nord nach Süd alle 800 Meter ein Windrad auf, hat man faktisch über ganz Deutschland einen Windsperrriegel für die bodennahen Luftschichten installiert.
Tatsächlich sind in Deutschland schon jetzt über 30.000 Windkraftanlagen installiert. D.h. der o.g. angedachte theoretische Sperrriegel ist in seiner Wirkung bereits 30 mal Realität. Da Deutschland von West nach Ost ca. 650 km durchmisst, entspricht dies einer Windsperrung ungefähr alle 20 km. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die Windkraftanlagen (hoffentlich) an Stellen stehen, wo möglichst viel Wind weht, ist von einer noch stärkeren Bremswirkung auszugehen, als bei der obigem theoretischen Überschlagsrechnung angenommen.
Von daher ist es möglicherweise kein Zufall, dass regelmäßig von Dürre und Trockenheit in Brandburg berichtet wird, wo westlich in Schleswig-Holstein und Niedersachsen an der Küste die meisten Windkraftanlagen stehen.
Langanhaltende Trockenperioden und ausbleibender Regen im Norden Deutschlands werfen zunehmend Fragen auf. Ein Gastbeitrag des Autors Klaus Peter Krause auf Epoch Times liefert eine physikalische Erklärung für das Phänomen: Die massive Nutzung der Windkraft greift direkt in die atmosphärischen Kreisläufe ein und wird selbst zum Klimafaktor.
Dr. Klaus Peter Krause (geb. 1936) war bis zu seinem Ruhestand verantwortlicher Wirtschaftsredakteur (Ressortleiter) der FAZ und Geschäftsführer der FAZit-Stiftung, der Mehrheitsgesellschafterin der FAZ und der Frankfurter Societäts-Druckerei. Er betreibt seit 2008 den Blog „Klaus Peter Krause. Über Freiheit, Wirtschaft und den Rechtsstaat“, auf dem dieser Artikel zuerst erschien. Der Beitrag ist in Epoch Times erschienen.