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Gesundheitliche Risiken

Wissenschaftliche Ausarbeitungen und Berichte
Blick vom Naturdenkmal Weilberg in Richtung Kasseler Heide

Windindustrieanlagen erzeugen Schall, der als massiv störend empfunden wird, aber noch viel schädlicheren Infraschall mit seinen potenziellen Auswirkungen auf Körper und Psyche. Bekannte somatische und psychische Effekte sind u.a.: Schlaflosigkeit, Erschöpfung, Atemnot, Depressionen, Herzrhythmusstörungen, Übelkeit u.v.m. Eine Prävention dagegen ist nicht möglich, die Ausbreitung erfolgt nahezu verlustfrei und wird auch nicht durch Hindernisse wie Felsen, Schutzwälle, Bäume oder Gebäude abgeschirmt.

Infraschall und potenzielle gesundheitliche Risiken/Auswirkungen von Infraschall auf den Organismus

Infraschall, definiert als Schallwellen unterhalb von 20 Hz, ist ein sehr tiefer Schall, der unter der Hörschwelle des Menschen liegt. Er entsteht unter anderem durch Windkraftanlagen, Industrieanlagen, Verkehr oder technische Maschinen. Lange Zeit wurde angenommen, dass Infraschall für den Menschen weitgehend harmlos sei. Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen zeigen jedoch immer deutlicher, dass eine dauerhafte Belastung möglicherweise ernsthafte Auswirkungen auf den Körper haben kann. Insbesondere auf zellulärer, neurologischer und kardiovaskulärer Ebene verdichten sich Hinweise auf pathophysiologische Prozesse, die langfristig gesundheitsschädlich sein können.

Neuere Studien beschreiben, dass Infraschall bereits auf zellulärer Ebene Stressreaktionen auslösen kann. Dabei können Entzündungsprozesse, oxidativer Stress und Schäden an wichtigen Zellbestandteilen entstehen. Besonders betroffen sein könnten empfindliche Strukturen wie Blutgefäße, Nerven- und Herzgewebe.

Besonders kritisch erscheinen mögliche Auswirkungen auf das Nervensystem. Aktuelle Untersuchungen aus den Jahren 2024 und 2025 zeigen Veränderungen in bestimmten Hirnregionen nach längerer Infraschallbelastung. Wissenschaftler diskutieren mögliche Zusammenhänge mit Schlafproblemen, Konzentrationsstörungen, innerer Unruhe, Erschöpfung und chronischem Stress. Die Forschung deutet darauf hin, dass das Nervensystem empfindlicher auf dauerhafte niederfrequente Belastungen reagieren könnte als bisher angenommen.

Im Bereich des Herz-Kreislauf-Systems gibt es ebenfalls Hinweise auf Risiken. Diskutiert werden Bluthochdruck, Gefäßschäden, Entzündungsreaktionen und langfristige Belastungen des Herzmuskels. Vor allem bei regelmäßiger Exposition sehen viele Wissenschaftler einen dringenden Forschungsbedarf.

Die negativen Auswirkungen sind in besonderer Weise bei vulnerablen Gruppen wie bei Schwangeren und Kindern zu berücksichtigen, da hier aufgrund der erhöhten Zellteilungsrate und des noch nicht ausreichend entwickelten Nervensystems gravierende gesundheitliche Folgen in der Entwicklung zu erwarten sind. Die Studienlage hierzu ist noch nicht ausreichend.

Obwohl die Datenlage weiterhin heterogen ist, zeigt die aktuelle Forschung zunehmend konsistente Hinweise darauf, dass Infraschall keineswegs pauschal als biologisch unbedenklich angesehen werden kann. Vielmehr besteht die ernstzunehmende Möglichkeit, dass chronische Exposition negative Auswirkungen auf menschliche Organismen entfaltet. Vor diesem Hintergrund erscheint eine Intensivierung unabhängiger medizinischer und interdisziplinärer Forschung dringend erforderlich, um potenzielle Langzeitfolgen präziser zu bewerten und geeignete Schutzmaßnahmen entwickeln zu können.

Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz

Seit 2023 gibt es an der Universität Mainz die Arbeitsgruppe Infraschall, geleitet von Prof. Dr. Christian-Friedrich Vahl, einem renommierten Herzchirurgen.

Die Arbeitsgruppe hat zunächst im Rahmen von Grundlagenforschung den Nachweis für die Auswirkung von Druckänderungen im Infraschallbereich auf Gefäßsysteme und speziell auf Zellen der Herzmuskulatur erbracht.

Kürzlich wurde im Rahmen der Auswertung von Daten der Krankenkassen zudem der Zusammenhang von Windindustrieanlagen in unmittelbarer Nähe und vermehrten Herzerkrankungen zweifelsfrei belegt. Kogress-DGIM_April-2026-1-1

Fanatische Befürworter der Windenregie, die aus ideologischer Verblendung jeden Schaden für Mensch und Umwelt in Kauf nehmen, wenden daraufhin ein, dass sich die Betroffenen ihre Herzprobleme nur einbildeten (Nocebo-Effekt). Was dabei übersehen wird, für den objektiv entstandenen gesundheitlichen Schaden ist in jedem Fall die Windindustrie ursächlich, unabhängig davon ob er durch physikalische Einwirkung oder durch Einbildung entstanden ist. Abgesehen davon wurde der Wirkzusammenhang für die physikalische Ursächlichkeit im Rahmen der Grundlagenforschung hergestellt.

Fazit

Unter dem Strich heißt das, wer Windschwerindustrie in unmittelbarer Nähe von Wohnbebauung, wie auf der Kassler Heide der Fall, befürwortet, nimmt schwere gesundheitliche Schäden der anwohnenden Bevölkerung billigend in Kauf.

Eine politisch handelnde Person wäre somit direkt persönlich für diese Gesundheitsschäden verantwortlich und möglicherweise auch haftbar. Eine Politik, die Gesundheitsschäden für Menschen billigend in Kauf nimmt, handelt unverantwortlich.

Kongress der Deutschen Gesellschaft für innere Medizin - Herzinsuffizienz und Rhythmusstörungen

Universitätsmedizin Main, INFRASOUND

129. Kongress der Deutschen Gesellschaft für innere Medizin - Systemisch denken, individuell therapieren

Deutsche Gesellschaft für innere Medizin e.V.

Prof. Dr. Andreas Schulte zum Thema Infraschall
Arbeitsgruppe Infraschall - der unhörbare Lärm
tkp - Infraschall von Windrädern macht krank

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