Landschaftsschutz
Ob Windindustrieanlagen optisch zur Verschönerung der Landschaft beitragen mag Ansichtssache sein. Unzweifelhaft kann der Eingriff in das Landschaftsbild je nach Standort sehr unterschiedlich sein. Dies sei hier am Beispiel des Windparks Brakel dargestellt, der im November 2025 errichtet wurde. Die Anlagen sind nur 230 Meter hoch und die Planung erfolgte hier noch nach altem Recht, also unter Abwägung der Schutzgüter Natur und menschliche Gesundheit sowie 1000 Meter Mindestabstand zu angrenzender Wohnbebauung, die dort tatsächlich sogar 1200 Meter beträgt. Auch auf die Landschaft wurde in der Weise Rücksicht genommen, dass die Anlagen nicht auf dem Berg stehen, sondern so platziert sind, dass sie teilweise von Bergen verdeckt werden.
So geht's
Quelle: BI Gegenwind Siebengebirge
Windindustrie bei Brakel in einer leeren Landschaft, wo niemand gestört wird.
So geht's nicht
Quelle: BI Gegenwind Siebengebirge
Maßstäbliches 3D-Modell mit Daten der Landesvermessung NRW, mit Vinxel im Vordergrund und Bonn im Hintergrund.
Im direkten Vergleich des Fotos aus Brakel mit dem Modell für die Kassler Heide erkennt man, dass dort, wo in Brakel Wald und Wiese vorherrschen, bei uns die Bundesstadt Bonn liegt. Aus landschaftlicher Sicht ist der Standort auf der Kassler Heide bei weitem der schlechteste, weit und breit, bestenfalls noch übertroffen von einer Errichtung der Anlagen auf dem Petersberg oder dem großen Ölberg.
Weitere Modellansichten zur Veranschaulichung der Auswirkungen auf das Landschaftsbild
Quelle: BI Gegenwind Siebengebirge
Virtuelles 3D-Modell mit maßstäblichen Windrädern, zum Größenvergleich der Kölner Dom und der Posttower Bonn, im Hintergrund Thomasberg und der große Ölberg
Quelle: BI Gegenwind Siebengebirge
Virtuelles 3D-Modell mit maßstäblichen Windrädern, Siebengebirgspanorama vom Turm der Godesburg
Quelle: BI Gegenwind Siebengebirge