Die größten wirtschaftlichen Nutznießer beim Bau und Betrieb von Windenergieanlagen sind vor allem ein paar dominante Herstellerkonzerne und Betreiberfirmen, die durch Subventionen und Ausschreibungen Milliardengewinne einfahren. Kritisch betrachtet profitiert hier eine Handvoll globaler Player massiv, während Risiken und Kosten auf Verbraucher, Anwohner und den Staat abgewälzt werden.
Wichtige Nutznießer im Überblick:
Die Spitzenpositionen bei der Herstellung von Windturbinen halten dänische, chinesische und deutsche Konzerne. Vestas aus Dänemark führte 2024 den weltweiten Zubau mit 10,2 Gigawatt an, gefolgt von Goldwind, GE Wind Energy und Siemens Gamesa – letzteres ein spanisch-deutsches Joint Venture. Diese Firmen realisieren Umsätze in Milliardenhöhe: Vestas allein hat rund 29.000 Mitarbeiter und installierte 2024 einen großen Teil der globalen 121,6 GW Neuleistung. In Deutschland dominiert Nordex das Onshore-Segment, gefolgt von Vestas und Enercon.
Beim Betrieb sind große Energieversorger und Investoren die Profiteure. EnBW betreibt z. B. den Offshore-Park “He Dreiht” mit 960 MW ohne staatliche Förderung, finanziert durch Investoren wie Allianz und norwegische Fonds – Investition: 2,4 Milliarden Euro. Ørsted baute 2025 den größten deutschen Offshore-Park mit 83 Turbinen. Diese Betreiber sichern sich über EEG-Ausschreibungen (Erneuerbare-Energien-Gesetz) 20-jährige Vergütungen, die sie oft unter Marktniveau bieten, um Zuschläge zu gewinnen. Kritisch: Die EEG-Umlage fließt aus Verbraucherbeiträgen, nicht Steuern – ein indirekter Subventionsmechanismus, der Strompreise treibt.
Architekten und Projektierer kassieren sofort 10% des Investitionsvolumens (mind. 500.000 € pro Anlage), Pachteigner erhalten langfristige Mieten und Banken finanzieren als “Erstrangige Gläubiger”. Die Gewinner sind klar: globale Konzerne und Investoren, die skalieren und diversifizieren können.
Kritische Analyse der Profite:
Kritisch gesehen ist das System ein Subventionskarussell, das wenige begünstigt. Hersteller wie Vestas oder Goldwind dominieren Märkte durch Skaleneffekte und Billigproduktion (China), während deutsche Firmen wie Nordex unter Druck geraten. Betreiber sichern sich via Ausschreibungen (ab 750 kW) niedrige Vergütungen, die aber garantiert 20 Jahre laufen – unabhängig von realer Produktion. Die EEG-Förderung für kleine Anlagen (bis 750 kW) ist fest, für Große wettbewerblich, doch immer verbraucherfinanziert.
Dieser Mechanismus ignoriert externe Kosten: Anwohner leiden unter Lärm und Wertverlusten, während Konzerne Milliarden einstreichen. Der Bundesrechnungshof kritisiert steigende Netztarife (bis 23 Cent/kWh bis 2035), die die Energiewende teuer machen und Akzeptanz mindern. Es ist ein Transfer von Bürgern zu Konzernen – politisch korrekt, wirtschaftlich fragwürdig.