An der Windkraft scheiden sich die Geister: Einerseits werden Windkraftanlagen für das Gelingen der Energiewende als unverzichtbar angesehen. Andererseits wird gegen deren Bau häufig erbitterter Widerstand geleistet. Besonders in der Nähe von Wohngebieten stoßen Windkraftanlagen auf große Ablehnung — vor allem, weil sie Lärm verursachen und das Landschaftsbild verändern. Es verwundert daher nicht, dass es hunderte Bürgerinitiativen gegen den Bau von Windparks gibt.
Ein Grund dafür ist auch, dass Immobilien und Grundstücke, in deren Nähe Windkraftanlagen errichtet werden, an Wert verlieren. Dies belegen empirische Studien für zahlreiche europäische Länder.
Für eine Studie wurden beim RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung 2,7 Millionen Verkaufsangebote ausgewertet, die zwischen 2007 und 2015 auf dem Online-Portal Immoscout24 erschienen sind. Der Wert eines Hauses in einem Kilometer Entfernung zu einer neuen Windkraftanlage fiel dabei im Durchschnitt um gut sieben Prozent geringer aus als bei vergleichbaren Häusern ohne Windkraftanlage. Naheliegende Windkraftanlagen können für Hausbesitzer somit einen Vermögensverlust von mehreren zehntausend Euro bedeuten.
Textquelle: Patrick Pleu / dpa